Warum dämmen?

Die privaten Haushalte benötigen rund ein Viertel des gesamtdeutschen Energieverbrauchs.
Da der überwiegende Anteil auf die Bereitstellung von Raumwärme entfällt, besteht hier ein riesiges Energieeinsparpotenzial. Einer der ersten Schritte sollte dabei vernünftigerweise die Überlegung hinsichtlich möglicher Dämmmaßnahmen  sein. Im Nachgang lässt sich dann das gesamte heiztechnische Konzept unter Einsparung unnötiger Kosten sinnvoll an die geänderten Bedingungen anpassen.

Das größte Einsparpotenzial durch bessere Dämmung und effizientere Haustechnik besteht bei Wohngebäuden, die vor 1982 errichtet wurden. Der Energieverbrauch ist hier bis zu dreimal höher als bei einem Neubau.

Jährlicher Heizölverbrauch eines 100 m² großen Einfamilienhauses:

  • aus dem Jahre 1960 = ca. 3.700 l
  • nach 1982 gebaut = ca. 1.500 l
  • nach 1995 gebaut = ca. 1.000 l
  • modernes Niedrigenergiehaus = ca. 500 – 700 l
  • Passivhaus = ca. 150 l

Zukunftstrend Energieeffizienz

Bei steigenden Energiepreisen stellen energieeffiziente Technologien im Gebäudesektor für den Eigenheimbesitzer bereits heute eine der nachhaltigsten Investitionen in die Zukunft dar.
Auch Vermieter sollten aufgrund der seit dem Jahre 2008 bestehenden Verpflichtung, potentiellen Käufern und Mietern von Gebäuden und Wohnungen einen Energieausweis vorzulegen, vermehrt über Energieeinspar-Investitionen nachdenken.
Zudem wäre die zügige Sanierung der noch über 20 Millionen unsanierten Altbauwohnungen in Deutschland ein wichtiger und notwendiger Beitrag zum Klimaschutz, wodurch sich nach Berechnungen des Umweltbundesamtes der Heizwärmebedarf bis 2050 um die Hälfte reduzieren ließe.

Fördermittel

Verschiedene, teilweise auch kombinierbare Förderprogramme des Bundes, der Länder und mancher Städte und Kommunen geben derzeit Hauseigentümern einen zusätzlichen Anreiz, in die energetische Sanierung ihrer Gebäude zu investieren.
 

Weiter Informationen unter:
http://www.energiefoerderung.info/


Dämmstoffe

Bei der Suche nach dem richtigen Dämmstoff wird der Verbraucher mit einer Vielzahl unterschiedlicher Dämmstoffe auf Basis mineralischer, fossiler und nachwachsender Rohstoffe  konfrontiert, die allesamt je nach Bauteil und Anforderung ihre spezielle Einsatzberechtigung haben.
Im Folgenden möchten wir Einsatzmöglichkeiten von Naturdämmstoffen aus Holz, Zellulose, Hanf, Flachs, Wolle oder Gras aufzeigen und anhand ihrer multifunktionalen Eigenschaften zeigen, dass ein guter Dämmstoff noch mehr können sollte, als nur den Wärmeverlust einer Wohnung zu verringern.