Bioschmierstoffe

In Deutschland werden jährlich über 1 Millionen Tonnen Schmierstoffe (Hydraulikflüssigkeiten, Zweitaktöle, Schmierfette, Korrosionsschutzöle, Beton-Schalöle, etc.) eingesetzt, die im wesentlichen auf Mineralöl basieren. Betrachtet man dabei die sog. Verlustschmierung, die unvermeidlichen Ölverluste durch Leckagen sowie die Ölanhaftungen in Fässern, Kannen, Dosen und Filtern, so ergibt sich nach Schätzungen eine Belastung unserer Umwelt mit fast 100.000 Tonnen pro Jahr.

Aber auch aus Pflanzenölen und -fetten werden Schmierstoffe hergestellt, die vor allem aus ökologischen Gesichtspunkten vorteilhaft sind, Solche Bioschmiermittel sind ungiftig und schnell biologisch abbaubar. Daher finden sie als Hydraulik-, Motoren-, Getriebe- oder Sägekettenöle und Schmierfette insbesondere in der Land- und Forstwirtschaft, auf dem Bau, in Kommunen, im Schienenverkehr sowie bei Arbeiten an Gewässern oder in umweltsensiblen Bereichen Anwendung. Bei Verwendung von Bioschmierstoffen sind im Falle eventueller Ölunfälle die notwendigen Maßnahmen zu Schadensbeseitigung viel geringer und somit auch die für den Verursacher anfallenden Kosten erheblich niedriger.

Am Markt gibt es verschiedene Bioschmierstoffe, die sich hinsichtlich ihrer technischen Anforderungen qualitativ unterscheiden. Für den Verbraucher ist es daher je nach Anwendungserfordernis wichtig, ein sorgfältig formuliertes Produkt zu erwerben, bei dem die schmiertechnische Leistungsfähigkeit und die technische Performance bei der Herstellung in besonderem Maße berücksichtigt wird.